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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Pfullingen

Foto: RTF.1
Neuer Pilgerweg zu Ehren des heiligen Wolfgangs von Regensburg

Wie viele Gemeinden können sich rühmen, Geburtsstätte eines Heiligen zu sein? Pfullingen kann es, denn dort wurde 924 höchstwahrscheinlich der heilige Wolfgang von Regensburg geboren. Heute - genau 1100 Jahre später - soll das endlich ins rechte Licht gerückt werden. Nach langer Vorarbeit hat die Projektgruppe „WolfgangWeg“ die neue Pilgerstrecke von Pfullingen nach Regensburg, wo die Gebeine des Heiligen ruhen, jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Samstagabend drehte sich in den Pfullinger Hallen alles um den heiligen Wolfgang von Regensburg. Der „ganz große Pfullinger", wie ihn die Veranstalter liebevoll nannten, war ab 972 Bischof von Regensburg – wurde aber in Pfullingen geboren. Anhand von Filmen, Reden und Präsentationen konnten alle Interessierten einen Einblick in sein Leben erhalten.

Anlass der Veranstaltung war die Vorstellung eines neuen Pilgerwegs – des sogenannten „WolfgangWegs". Eine Projektgruppe hat ihn in den vergangenen zwei Jahren zu Ehren des heiligen Wolfgangs entworfen.

"Der Weg beginnt in Pfullingen an der Wolfgangskirche und geht bis nach Regensburg, wo die Grablege des heiligen Wolfgangs ist. Auf dem Weg dorthin gehen wir durchs Biosphärenreservat, über Bad Urach und die Schwäbische Alb. Dann kommen wir runter nach Dillingen an der Donau und folgen der Donau nach Regensburg", beschreibt Werner Bothe, ein Mitorganisator des Pilgerwegs, den Streckenverlauf.

Entlang des Weges warten spirituelle Texte auf die Reisenden, die zum Nachdenken anregen sollen. Insgesamt ist der Pilgerweg 340 Kilometer lang – aufgeteilt in 19 Etappen. Die Organisatoren gehen davon aus, dass nur wenige Menschen den Weg in einem Stück zurücklegen können.

"Deswegen haben wir den Weg in drei Teilabschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt geht bis nach Giengen, den schafft man in knapp einer Woche. Das heißt, wenn man eine Woche Urlaub hat, kann man sechs Tage pilgern und z.B. mit dem Zug wieder zurückfahren. Der zweite Abschnitt geht bis Neuburg an der Donau, das ist eine wirklich wunderschöne Stadt. Der dritte und letzte Abschnitt führt von Neuburg nach Regensburg. Für jeden Abschnitt braucht man ungefähr eine Woche", so Bothe.

Den gesamten Streckenverlauf und die einzelnen Etappen gibt es auch online zum Nachlesen. Momentan fehlen noch einige Markierungen und Informationstafeln am Wegesrand, aber zur offiziellen Eröffnung am 3. Oktober soll dann alles bereit sein.


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