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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Rottenburg

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart
Hochamt mit Weihbischof Thomas Maria Renz

Das Osterfest ist das Fest der Auferstehung Jesu Christi und damit für Christen das höchste Fest des Jahres. Dementsprechend groß wird es in den Kirchen der Region auch gefeiert. In Rottenburg hielt Weihbischof Thomas Maria Renz am Ostersonntag das Hochamt im Dom.

In einem prall gefüllten Rottenburger Dom und – unter anderem begleitet vom Rottenburger Domchor und dem Concerto Tübingen begann Weihbischof Renz am Ostersonntag um das Hochamt zum Osterfest.

Der Weihbischof nutzte das Fest der Auferstehung, um die Menschen zu ermutigen, ihre heutige Einstellung gegenüber dem Tod zu überdenken.

"Im Zeitalter von KI und transhumanistischen Träumen erhoffen sich manche, den Tod besiegen oder ewig in dieser Welt leben zu können. Die Langlebigkeitsbewegung beschäftigt sich damit, wie Menschen deutlich länger leben können" so Renz in seiner Predigt.

Renz warf die Frage auf, ob das wirklich erstrebenswert sei und wies darauf hin, dass sich gerade an Ostern ein Blick auf die Auferstehung Jesu lohne.

"Ostern verändert ganz entscheidend unser Sehen. Vor allem unseren Blick auf den Tod. Die persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen macht die Jüngerinnen und Jünger Jesu zu neuen Menschen. Mit einem neuen Blick auf den Auferstandenen und infolge dessen auch auf den eigenen, uns allen noch bevorstehenden Tod" predigte der Weihbischof.

Wenn der Mensch nicht mehr mit Gott rechne, müsse er sich selbst um die – Zitat – letzten Katastrophe seines Lebens – also die Vermeidung des Todes – kümmern. Die österliche Perspektive sei eher, den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang zu verstehen.

"In dieser Haltung, das Leben vom ersten bis zum letzten Atemzug als Geschenk Gottes anzunehmen, ist der Tod dann ein Transitus und kein Exitus. Also ein Hinübergehen in die kommende Lebenswirklichkeit und nicht bloß ein schroffes, hartes Ende meines Lebens" so Renz.

Für diejenigen, die dem Tod auf diese Weise begegnen, kann dieser auch seinen letzten Schrecken verlieren, so Renz weiter.

Zum Abschluss erinnerte der Weihbischof erfolgreich an den Brauch des Osterlachens, das darauf zurückgeht, dass der Teufel ab Ostern nichts mehr zu lachen habe, die Christen dafür umso mehr, ehe er allen eine frohe Osterwoche wünschte.


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